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    EU-AI-Act: Was Unternehmen jetzt wissen und umsetzen müssen

    by Thomas Schwittlich | 25. August 2025 | KI-Strategie


    EU-AI-Act: Was Unternehmen jetzt wissen und umsetzen müssen

    Die KI-Verordnung verstehen – und KI rechtskonform, ethisch und sicher integrieren

    Mit dem EU AI Act setzt Europa erstmals einen verbindlichen Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz.
    Das Ziel: Innovation ermöglichen – aber unter klar definierten Regeln für Sicherheit, Transparenz und Grundrechtsschutz.

    Für Unternehmen bedeutet das:
    Der Einsatz von KI wird zur regulierten Verantwortung.
    Doch wer früh handelt, sichert nicht nur Compliance – sondern auch Wettbewerbsvorteile und Vertrauen.


    Was ist der EU-AI-Act?

    Der EU-AI-Act (Verordnung zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz) wurde 2024 verabschiedet und gilt unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten.
    Er klassifiziert KI-Systeme nach ihrem Risikopotenzial – und definiert entsprechend abgestufte Anforderungen:

    Die vier Risikoklassen im Überblick:

    1. Unakzeptables Risiko → Verbotene KI-Anwendungen (z. B. soziale Bewertung, manipulative Systeme)

    2. Hohes Risiko → KI in sicherheitskritischen oder grundrechtsrelevanten Bereichen (z. B. HR, Kreditvergabe, Gesundheit)

    3. Begrenztes Risiko → Transparenzpflicht (z. B. Chatbots müssen erkennbar sein)

    4. Minimales Risiko → Keine Regulierungspflicht (z. B. Empfehlungssysteme, KI-Spielereien)


    Was bedeutet das konkret für Unternehmen?

    Je nach Einsatzbereich der KI gelten unterschiedliche Pflichten:

    • Risikoeinstufung & Dokumentation

    • Transparenz & Kennzeichnung

    • Datenqualitätsanforderungen

    • Technische Robustheit & Cybersicherheit

    • Human Oversight & Governance-Strukturen

    Besonders wichtig: Auch Unternehmen, die KI zukaufen oder integrieren, tragen Verantwortung – etwa als Anbieter, Betreiber oder Nutzer.


    Der größte Irrtum: „Wir entwickeln ja keine KI – betrifft uns nicht.“

    Falsch.
    Der EU-AI-Act adressiert nicht nur Entwickler, sondern auch alle, die KI:

    • nutzen (z. B. ein HR-Tool mit KI-Auswahllogik)

    • vermarkten

    • anpassen

    • trainieren oder mit Daten versorgen

    Kurz: Wer KI einsetzt, trägt Mitverantwortung – und muss handeln.


    Wie Unternehmen sich jetzt vorbereiten sollten

    Wir empfehlen ein gestuftes Vorgehen:

    1. Use Cases erfassen: Wo kommt (direkt oder indirekt) KI im Unternehmen zum Einsatz?

    2. Risikoanalyse durchführen: Einstufung gemäß EU-AI-Act-Kategorien

    3. Pflichten ableiten: Welche Transparenz-, Dokumentations- und Kontrollpflichten bestehen?

    4. Governance etablieren: Rollen, Prozesse, Prüfpfade definieren

    5. Partner & Tools prüfen: Anbieter in die Compliance-Verantwortung einbinden

    6. Verantwortung übernehmen: Ethische Standards operationalisieren – nicht nur rechtlich, sondern kulturell


    Fazit: Rechtssicherheit ist kein Hindernis – sondern ein Wettbewerbsvorteil

    Der EU-AI-Act ist kein Innovationsstopp. Er ist ein Regelwerk für verantwortungsvolle KI.

    Wer frühzeitig handelt, schafft:
    Vertrauen bei Kunden, Mitarbeitenden und Partnern
    Rechtssicherheit für Investitionen & Projekte
    Reibungslose Skalierung ohne Compliance-Risiken

    Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Weichen zu stellen.
    Wir begleiten Sie bei der Umsetzung – praxisnah, strategisch und ohne regulatorisches Fachchinesisch.