
Am 14. Oktober 2026 stand ich mit KI Strategium als Aussteller auf dem 21. Freiburger Mittelstandskongress im Konzerthaus Freiburg. Das Motto des Tages lautete „An die Substanz“, und es passte erstaunlich gut zu dem, worüber ich mit Unternehmerinnen und Unternehmern an meinem Stand gesprochen habe. Im Spotlight-Interview bekam ich vier Fragen gestellt. Hier sind sie, so wie sie gestellt wurden, mit meinen Antworten in der ausführlichen Fassung.
Viele Mittelständler sagen: „KI ist nichts für uns, wir sind zu klein.“ Was antworten Sie denen?
Dass oft das Gegenteil stimmt. Große Unternehmen haben Stabsabteilungen, die sich um solche Themen kümmern. Der Mittelständler hat dafür etwas Wertvolleres: kurze Wege und Leute, die ihren Betrieb in- und auswendig kennen.
Mein Rat ist deshalb immer, mit einem kleinen, klar umrissenen Vorhaben zu beginnen. Wir suchen den einen Baustein mit dem größten Hebel. Oft ist das die Stelle, an der jeden Tag dieselben Fragen auflaufen oder dieselben Handgriffe Zeit fressen. Dort fangen wir an, und erst wenn der Nutzen im Alltag angekommen ist, folgt der nächste Baustein. So wird KI zu einer Frage des richtigen Einstiegs, ganz gleich, wie groß der Betrieb ist.
Sie sagen: „Jedes Unternehmen weiß mehr, als es denkt.“ Was meinen Sie damit?
In fast jedem Betrieb liegt ein Schatz, der selten gehoben wird: Angebote, Protokolle, Handbücher und vor allem die Köpfe der erfahrenen Mitarbeiter. Dieses Wissen ist vorhanden, aber es ist verstreut. Und wenn jemand in Rente geht, nimmt er es oft einfach mit.
Eine Wissensbasis sammelt genau dieses Wissen, ordnet es und macht es befragbar, in normaler Sprache und mit Quellenangabe statt Bauchgefühl. Für mich ist das der eigentliche Kern von KI im Mittelstand: das eigene Firmenwissen, das endlich anfängt zu arbeiten.
Sie sind gelernter Offset-Drucker, waren Druckerei-Inhaber, Ihr Vater war Schriftsetzer – und heute beraten Sie zu KI. Wie passt das zusammen?
Besser, als man denkt. Ich habe Drucker gelernt, mein Vater stand noch am Setzkasten, und später hatte ich meine eigene Druckerei. Dort habe ich am eigenen Betrieb erlebt, was ein Technologiewechsel bedeutet: vom Bleisatz über den Fotosatz bis zum Desktop-Publishing. Jedes Mal hieß es, jetzt sei das Handwerk am Ende. Und jedes Mal haben die Betriebe gewonnen, die die neue Technik ernst genommen und sauber eingeführt haben.
Genau an diesem Punkt stehen heute viele Mittelständler mit der KI. Deshalb berate ich sie als jemand, der selbst Unternehmer war und so einen Umbruch durchgemacht hat. Mein Maßstab ist derselbe geblieben wie an der Druckmaschine: sauberes Handwerk. Ob Buchsatz oder KI-Projekt, es muss ordentlich gemacht sein, nachvollziehbar, und es muss dem Betrieb dienen.
Welchen Beitrag leistet euer Unternehmen zur regionalen Wirtschaft – und welche Rolle spielt ihr in der Wertschöpfungskette?
Unsere Rolle ist eine Querschnittsrolle: Wir sind der Werkzeugmacher für die anderen. Ich berate von Meßkirch aus mittelständische Betriebe vom Breisgau bis zur Alb-Donau-Region, von Oberschwaben bis an den Bodensee. Ich helfe ihnen, ihr eigenes Firmenwissen produktiv zu machen: als Wissensbasis für die Belegschaft, als Marketing aus dem eigenen Haus und als passgenaues Werkzeug anstelle teurer Standardsoftware.
Der Beitrag zur regionalen Wertschöpfung ist damit doppelt. Erstens bleibt das Wissen im Betrieb und in der Region, auch wenn erfahrene Leute in Rente gehen. Zweitens bleibt die Wertschöpfung selbst hier, weil ein Betrieb aus der Region diese Leistung erbringt.
Was ich aus Freiburg mitnehme
Die Gespräche am Stand haben mir gezeigt, wie viele Unternehmerinnen und Unternehmer KI längst ausprobieren und jetzt wissen wollen, wie daraus etwas Verlässliches für den ganzen Betrieb wird. Genau dafür lohnt sich ein ruhiger Blick auf den eigenen Ausgangspunkt.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Weg zu Ihrem Haus passt: Die Einordnung auf ki-strategium.ai stellt Ihnen acht Fragen, dauert rund vier Minuten und zeigt Ihnen den nächsten sinnvollen Schritt.
Häufige Fragen
Wann und wo fand der Freiburger Mittelstandskongress 2026 statt?
Der 21. Freiburger Mittelstandskongress fand am 14. Oktober 2026 im Konzerthaus Freiburg statt. KI Strategium war dort mit einem eigenen Stand vertreten.
Ist KI auch für kleine Betriebe sinnvoll?
Ja. Kleinere Betriebe profitieren von kurzen Wegen und Mitarbeitern, die ihre Abläufe genau kennen. Am besten beginnt man mit einem einzelnen Baustein, der im Alltag spürbar Zeit spart.
Wie finde ich heraus, wo mein Betrieb beim Thema KI steht?
Die kostenlose Einordnung auf ki-strategium.ai stellt acht Fragen, dauert rund vier Minuten und zeigt, welcher Weg zu Ihrem Haus passt. Danach ist ein kostenloses Erstgespräch möglich.


